Miasmatische Homöopathie

Das haben wir alle schon mal gehört: „ ja, das hatte meine Mutter/ Vater auch“

Wenn der Grund der Beschwerden auf eine bestimmte  Ursache/Vorbelastung zurück zu führen ist, dann muss die Behandlung hierauf abgestimmt sein. Das ausgewählte Arzneimittel  muß  zur Vorbelastung/ Miasma passen und antimiasmatisch auf genau diese Störung wirken. Ist dies nicht der Fall, kann kein Heilungsprozeß in Gang gesetzt werden. Die ausgewählte Arznei kann dann lediglich eine palliative Wirkung haben und die vorhandene Symptomatik verschleiern. 

Die Wurzel des Übels (Die Kenntnisse über die Miasmatik)

Die Arbeit eines miasmatisch behandelnden Homöopathen ist mit der eines Detektivs zu vergleichen.
Dies ist für mich eine spannende Aufgabe und ich nehme die Herausforderung immer wieder gerne an und freue mich wenn Menschen geholfen werden kann.

Bei der Erstanamnese werden alle Auffälligkeiten, Besonderheiten, Krankheiten, Anfälligkeiten sowie psychische Empfindungen und der Zustand der seelischen Befindlichkeiten  und alles was diesen Menschen einzigartig macht,  aufgenommen.

Außerdem werden äußerliche Merkmale, z.B.  viele Muttermale, Cafe au lait Flecke, die Form des Gesichtes, die Beschaffenheit des Körperbaus etc. aufgenommen.

All das sind Mosaiksteine die zusammengeführt ein Bild ergeben worauf der Homöopath seine Verordnung stützt. Hierbei ist eine enge und vertrauensvolle  Zusammenarbeit zwischen Patient und Therapeut nötig.

Weiterhin geben die Krankheiten/ Symptome aus der Familie ebenfalls Aufschlüsse und werden mit  aufgenommen.

Dem Homöopathen erschließen sich durch die Eigen- und Familienanamnese Hinweise die ihn zu möglichen Arzneien führt und kann einen Behandlungslan erstellen.

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■ Eigenanamnese  ■ Familienanamnese

Oft ist es so, daß mehrere tief wirkende Arzneimittel nacheinander eingesetzt werden müssen.
Beim auftreten einer akuten Erkrankung muß vielleicht eine andere Arznei zwischendurch eingesetzt werden. Daher kann die Behandlung einige Zeit in Anspruch nehmen.

Die miasmatische Homöopathie bedeutet nichts anderes als nach der jeweiligen Ursache der Beschwerde oder des Symptoms zu suchen.

Bei der Arznei Arnika, dem Bergwohlverleih, die wohl vielen Menschen kennen, ist die Ursache den meisten bekannt:
Arnika ist einzusetzen bei stumpfen Verletzungen/ Traumata der Weichteile Es besteht ein Gefühl von Wundheit oder wie wund geschlagen, das Bett erscheint zu hart.

Es ruft im Organismus Zustände hervor, die denen nach Verletzungen, Stürzen, Schlägen und Quetschungen ziemlich ähnlich sind.

Leider ist es heutzutage so, das die meisten Menschen von mehreren Belastungen/ Miasmen betroffen sind.

Beispiel für Miasmatik
Im letzten Krieg und in der Zeit davor war die Tuberkulose eine Erkrankung die viele Menschen schädigte.

Die Tuberkulose ist nicht nur eine Erkrankung die die Lungen angreift sondern sie kann auch die Knochen, das Gehirn, die Genitalien etc. angreifen und somit  auch dort Schäden hervorrufen.

( Knochentuberkulose, Hirntuberkulose => Hydrocephalus / Wasserkopf, Hoden-TB, Eierstock-TB. etc.)

Bei den Nachkommen dieser Menschen fand man bestimmte Anfälligkeiten und Beschwerden:

  • Neigung zu Infekten
  • Neigung zu Pneumonie/ Lungenentzündung
  • Neigung zu Migräne
  • Gynäkologische Probleme, Endometriose, PMS, etc.
  • Entzündungen des Skelettapparates, Gelenkbeschwerden

Miasmatik bei chronischen Beschwerden
Das diese Bereitschaften oder Anfälligkeiten bestehen, finden wir bestätigt in der Aussage der Patienten, wenn sie sagen: „dieses Problem hatten mein Vater oder meine Mutter auch schon“.

Oder wir finden Aussagen darüber das kleine Kinder schon an Krebs erkranken. Wie sonst wäre es zu erklären, das man bei ihnen schon so ernsthafte Erkrankungen findet.

Nur in einer sehr gründlichen Anamnese werden diese dem Homöopathen sichtbar.

Bei vielen Krankheiten finden wir familiäre Belastungen, die Neigung zu Allergien, Hauterkrankungen, Erkrankungen des Skelettaparates oder der Sehnen und Muskeln.

Selbst bei Krebs findet sich oft eine familiäre Häufung.

In der Familienanamnese eruiert der miasmatisch arbeitende Homöopath gewisse Belastungen heraus, dies gibt  ihm Aufschluss über eine tiefsitzende familiäre (genetische) Vorbelastung und wählt genau zu dieser Störung passend die homöopathischen Arzneien aus.